Im Jahr 1983 richtete der TC Bruchköbel sein erstes „Offene Jugendturnier“ aus, das von Klaus Piotrowski ins Leben gerufen wurde. 1992 richtete der TCB sein 10. Jugendturnier aus, das seit einiger Zeit als Dunlop-/Hertie-Cup im offiziellen Turnierkalender des DTB steht und für die deutsche Rangliste gewertet wird. In diesem Jahr nahmen auch Spieler aus Schweden, den USA und der CSFR (amtlicher Name der Tschechoslowakei 1990-1992) am Turnier teil. 1995 ehrte die Stadt Bruchköbel Klaus Piotrowski für seine Verdienste um die Jugendarbeit des TCB, darunter auch das nun Internationale Jugendturnier.
2001 Premiere beim TCB mit späteren dreimaligen Grand Slam Siegerin
Erstmals wurde das 19. Dunlop-Jugendturnier um den Hertie-Cup als eines von sieben deutschen ITF Juniors Turnieren in der untersten Kategorie 5 ausgetragen. Unter der Schirmherrschaft von Bruchköbels Bürgermeister Klaus Ermold lag die Durchführung in den Händen von Turnierdirektor Klaus Piotrowski und seinem Turnierleiter Sven Kurandt. Die Qualifikation begann am Montag, 2. Juli mit 32 Spielern, von denen 8 in das gleichgroße Hauptfeld kamen.
Das Turnier lebte von den Überraschungen im Einzel bei den Junioren. Letztlich spielten sich durch Siege am „Laufenden Band“ zwei deutsche Qualifikanten in das Finale, Niels-Henning Lampe aus Ankum in Schleswig-Holstein und der erst 16-jährige Kölner Gero Kretschmer, in welchem Kretschmer verletzungsbedingt nicht antreten konnte. Er gewann sein Halbfinale trotz Verletzung (Bänderriss) gegen den an Position 2 gesetzten Mischa Zverev aus Unterföhring mit 6-2 6-1. Lampe schaltete im Viertelfinale den Topgesetzten Letten Andis Juska mit 7-5 7-5 aus.
Hart umkämpft war der Sieg im Doppel. Hier gewannen die Russen Valentin Kasatkin und Nikolai Soloviev gegen das „doch zu unharmonisch agierende Team“ Dustin Brown (Jamaika) und Henrik Lilja (Schweden) in drei Sätzen mit 6-4 3-6 6-3.
Bei den Juniorinnen gewann die an Position 3 gesetzte 17-jährige Lettin Katarina Gintere im einseitigen Finale gegen die zwei Jahre jüngere Topgesetzte Tschechin Andrea Hlavackova mit 6-2 6-3.
Ebenso einseitig war das rein deutsche Doppelfinale. Celine Beermann und Imke Reimers aus Niedersachsen setzten sich mit 6-2 6-1 gegen Anne Dickhardt und Valerie Meise durch.
Teilnehmer u. a. Andrea Hlavackova (höchste Platzierung #58 Einzel 10.9.2012, #3 Doppel 22.10.2012, Olympische Silbermedaille 2012, Siegerin French Open 2011, US Open 2013; Mixed US Open 2013), Mischa Zverev (#25 Einzel 24.7.2017, #44 Doppel 8.6.2009), Dustin Brown (#64 Einzel 10.10.2016, #43 Doppel 14.5.2012).
2002 Qualifikantin gewann Einzeltitel – Lokalmatadorin Nora Weber vom HTHC im Doppel erfolgreich
Das „20. Bruchköbeler Dunlop-Jugendturnier um den Karstadt Cup“ beschrieb die Presse mit „auf der Clubhausterrasse herrschte in der Regel ein chronischer Mangel an Sitzgelegenheiten“ und „das Turnier wurde zu einem Familienfest“.
Petr Vojtisek aus Tschechien gewann mit „peitschenden Vorhand-Winnern und gefühlvollen Stopps“ gegen seinen deutschen Kontrahenten Aleksey Malaiko aus dem Badener Leistungszentrum in Leimen mit 6-7 6-1 6-2.
Ebenfalls nach Tschechien ging der Sieg im Junioren-Doppel. Petr Vojtisek nahm mit seinem Partner Vaclav Vana auch hier den Titel mit nach Hause. Allerdings ist das kroatische Doppel Martin Bradaric / Petar Jelenic am Vorabend ohne Abmeldung nach Hause gefahren.
Für die größte Überraschung sorgte bei den Juniorinnen die erst 15-jährige Schweizerin Michelle Blättler in ihrem ersten ITF-Turnier. Gestartet als Qualifikantin gewann sie das Finale gegen die ungesetzte Belgierin Cecile Baijot mit 6-0 6-3.
Im Doppel siegten sensationell die deutsche Nora Weber vom benachbarten THC Hanau mit ihrer Magdeburger Partnerin Kristin Schüler mit 6-3 7-5 gegen die favorisierten Gegnerinnen aus Südafrika, Susan Delport und Mandy Septoe.
2003 Deutsche Junioren dominieren
Eine Turnierwoche mit unangenehmer Witterung wurde von deutschen Junioren dominiert. Die Juniorinnen mussten sich mit zweiten und dritten Plätzen begnügen, so das Fazit der Presse.
Philipp Piyamongkol aus Nürnberg gewann ein technisch anspruchsvolles Finale mit 6-2 6-3 gegen Julian Bley, für TC Karlstadt spielend. Beide verloren im Doppel gegen die Rumänen Ionet-Mihai Beleleu / Alexandru-Daniel Carpen mit 2-6 3-6 im Halbfinale. Diese verloren trotz Matchbälle im dritten Satz gegen die deutsche Paarung Nicolas Holzen / David Klier mit 2-6 6-0 5-7.
Das Einzelfinale der Juniorinnen gewann die Rumänin Anamaria-Alexandra Sere gegen die ungesetzte Danica Krstajic aus Yugoslawien mit 6-3 7-5. Sere kam mit ihrer deutschen Doppelpartnerin Sarina Müller ins Finale, wo sie allerdings die Chinesinnen Si Si Qui und Wan-Ting Liu nur selten in Bedrängnis bringen konnten, Die beiden 14-Jährigen aus Peking gewannen ungefährdet mit 6-3 6-3.
Teilnehmer u. a. Julia Görges (#9 Einzel 20.8.2018, #12 Doppel 22.8.2016), Marin Cilic (#3 Einzel 29.1.2018, Sieger US Open 2014, #49 Doppel 15.4.2013).
2004 Deutsche dominieren beim ITF-Jugendturnier – Hochstufung auf Kategorie 4
Das diesjährige Turnier wurde von der ITF vom Einstiegsniveau eine Kategorie hochgestuft. Dies bescherte dem Turnier eine deutliche Anhebung des Leistungsniveaus und eine Ausweitung auf jeweils 48-Teilnehmerfeld.
Erfolgreichster Akteur war der als frisch gekürter Deutscher Jugendmeister der AK bis 16 Jahre angereiste Frank Wintermantel. Als Nummer 2 Gesetzter gewann er das Einzelfinale gegen den Ungarn Denes Lukacs knapp mit 6-2 3-6 7-6.
Im Junioren-Doppel gewann der in Freiburg spielende Wintermantel mit seinem Partner Tobias Wernet gegen die Zufallspaarung Gerald Kamitz (AUT) / Leo Rosenberg (USA) mit 6-4 6-4.
Anne Schäfer gewann als ungesetzte das Juniorinnenfinale mit 3-6 6-3 6-2 gegen die Tschechin Katerina Vankova. Im Doppel sorgten Allison Rauh aus Trier und Judith König aus Bous im Saarland für eine Überraschung gegen die höher gesetzten und eingespielten Sloweninnen Diana Nakic und Alja Zec-Perskiric mit einem 6-1 5-7 6-4 Erfolg.
2005 Setzliste der Junioren wurde bestätigt
Wegen der Vielzahl der Matches hatten zu Beginn des Turniers der THC Hanau, die TSG Erlensee und der TC Roßdorf zusätzliche Plätze zur Verfügung gestellt.
Im Junioren-Einzel bestätigte sich die Setzliste. Im Finale traf der an Position 1 gesetzte Andres Arango aus Ecuador auf den für Rosenheim spielenden Marc Meigel, Nummer 2 des Turniers. Letzterer schoss seien Gegner im ersten Satz mit 6-0 regelrecht ab. Arango wurde geduldiger und gewann die beiden folgende Sätze mit 6-4 6-3 und bestätigte damit die Setzliste.
Beim Junioren-Doppel dominierten die Moldawier Radu Albot und Achim Coban über die deutsche Paarung Marc Meigel und Tobias Wernet nach umkämpften ersten Satz mit 7-6 6-2.
Bei den Juniorinnen gewann die 15-jährige Slowakin Martina Balagova gegen ihre ein Jahr jüngere Gegnerin Barbara Sobaskiewicz aus Polen mit 6-4 6-4.
Das Doppelfinale gewann das polnische Duo Barbara Sobaskiewicz / Sylwia Zagorska gegen die Russinnen Martina Melnikova / Anna Vavrik mit 6-3 6-4.
Teilnehmer u. a. Radu Albot (#39 Einzel 5.8.2019, #56 Doppel 29.4.2019).
2006 Däne holt dritten Turniersieg in drei Wochen
Soren Wedege aus Dänemark sicherte sich den dritten Turniersieg in drei Wochen. Als Nummer zwei der Setzliste gewann er gegen den Italiener Davide Della Tommasina, der im Halbfinale den Topgesetzten Radu Albot, Moldawien, mit 7-5 1-6- 6-4 aus dem Rennen warf, mit 6-1 6-7 6-1.
Radu Albot, wie im Vorjahr im Endspiel des Doppels, diesmal mit Yannick Maden aus Stuttgart, verteidigte seinen Titel gegen die Israelis Gilad Ben Zvi und Tomer Hodorov mit 6-7 6-0 6-2.
Im Juniorinnen-Finale stand wie im Vorjahr Barbara Sobaskiewicz, die aufgrund zu vieler „unforced errors“ sich wieder geschlagen geben musste, diesmal gegen die Russin Eugenia Vertesheva mit 5-7 2-6.
Die Vorjahressiegerinnen Barbara Sobaskiewicz / Sylwia Zagorska aus Polen erreichten wieder das Finale. Diesmal sicherten sich ihre Gegnerinnen, die Tschechinnen Sinika Jezkova / Alena Nogolova durch ein 7-5 6-2 Erfolg den Titel.
Teilnehmer u. a. Yannick Maden (#96 Einzel 24.6.2019, #375 Doppel 15.4.2019).
2007 25. Bruchköbeler Jugendturnier mit neuem Hauptsponsor HEAD
Schon vor Turnierbeginn waren die Weichen gestellt worden, um den Verbleib des Turniers langfristig beim TC Bruchköbel zu gewährleisten. Klaus Piotrowski hörte nach 25 Jahren als Turnierdirektor auf. Martin Fetzer als Nachfolger hatte die Organisation des diesjährigen Turniers bereits übernommen und mit HEAD einen neuen Hauptsponsor und Namensgeber gewonnen. Auch die Sparkasse Hanau ist als Sponsor erstmals dabei.
Das Starterfeld wurde auf 64 erweitert.
Das Finale der Junioren gewann der an Nr. 1 gesetzte Ralph Regus, der für Nürnberg in der Bundesliga aufschlägt, gegen den 16-jährigen Bielefelder Richard Becker mit 6-2 6-7 6-4.
Ralph Regus gewann auch den Doppel-Titel mit seinem Partner Robert Schulze, ebenfalls aus Bayern stammend. Ihnen gegenüber standen die beiden aus Wien stammenden Maximilian Neuchrist und Tristan-Samuel Weissborn, die sich mit 3-6 4-6 geschlagen geben mussten.
Bei den Juniorinnen sicherte sich die an Nr. 3 gesetzte 17-jährige Belgierin Anouk Delefortrie gegen die Überraschungsfinalistin, die erst 15-jährige, mit einer Wildcard gestartete Sina Haas aus Mannheim, in einem spannenden Match den Titel mit 4-6 7-5 6-3.
Auch im Juniorinnendoppel dominierten zwei Bayerinnen, Lena-Marie Hofmann und Theresa Jobst. Beide blieben im Finale mit 6-1 6-2 weiterhin ohne Satzverlust gegen die deutsche Zufallspaarung Sabrina Meier aus Bad Oeynhausen und Dejana Raickovic aus Berlin.
Teilnehmer u. a. Yannick Hanfmann (#45 Einzel 3.7.2023, #81 Doppel 15.7.2024), Cedrik-Marcel Stebe (#71 Einzel 13.2.2012, #376 Doppel 9.7.2012), Dinah Pfizenmaier (#79 Einzel 17.3.2014, #245 Doppel 2.2.2015).
2008 Kevin Krawietz, ATP-Doppel-Weltmeister 2024, im Einzelfinale
Im Juniorenfinale wurde der topgesetzte Vorjahresfinalist Richard Becker, Bielefelder TC, Nr. 144 der Welt, seiner Favoritenrolle gerecht. Finalgegner Kevin Krawietz, Deutscher Meister der U16 aus Coburg, der dem druckvollen Grundlinienspiel wenig entgegenzusetzen konnte, unterlag mit 3-6 4-6.
Im rein deutschen Doppel-Finale behielten Jakob Sude, Friedrichshafen, und Sebastian Sachs, Ditzingen, mit 2-6 6-0 6-1 gegen Ralf Steinbach, Magdeburg, und Matthias Wunner, Nürnberg, die Oberhand.
Beim Juniorinnen-Einzel kamen die Topgesetzten Dejana Raickovic und Valentina Stephan aus Deutschland. Anna-Lena Friedsam, Andernacher TC, kam als frisch gekürte Deutsche Meisterin U14 zu ihrer Premiere auf der ITF World Tennis Tour nach Bruchköbel. Sie spielte sich als Qualifikantin sensationell ins Einzelfinale sowie Halbfinale Doppel. In der Turnierwoche bestritt sie 11 Matches, im Einzel 8 (3 in Quali und 5 im Hauptfeld, 3 im Doppel). Im Einzel besiegte sie die Nr. 1 Dejana Raickovic im Viertelfinale und im Halbfinale die Nr. 3 des Turniers, Martina Pradova aus Tschechien in jeweils drei Sätzen. In ihrem elften Match fehlten ihrem kraftvollen Spiel die Kräfte. Die 18-jährige Ungarin Vivien Laszloffy, an Position 4 gesetzt, ging nach ihrem 6-4 4-6 6-0 Halbfinalsieg gegen die Nr. 2 gesetzte Hessin Valentina Stephan favorisiert ins Finale und gewann den Titel mit 6-4 6-3.
Die „Marathon-Girls“ Laura Schaeder, Heilbronn, und Julia Kimmelmann, Aachen, machten mit ihren lettischen Gegnerinnen Julia Bukajeva und Lina Lileikite in knapp einer Stunde mit 6-2 6-1 kurzen Prozess. In den Runden zuvor hatten sie für ihre Doppel-Siege mehr als vier, dreieinhalb und zwei Stunden benötigt.
Teilnehmer u. a. Kevin Krawietz (#211 Einzel 17.12.2018, #5 Doppel 10.2.2025 – bestplatzierter Deutscher seit Einführung Doppelweltrangliste im Jahre 1976, Siege ATP-Finals 2024 mit Tim Pütz als erstes deutsches Doppel (Weltmeister), French Open 2019 und 2020 mit Andreas Mies), Anna-Lena Friedsam (#45 Einzel 15.8.2016, #34 Doppel 21.9.2020), Carina Witthöft (#48 Einzel 8.1.2018, #168 Doppel 16.7.2018),
Ergänzung: Vivien Laszloffy spielte nach ihrem Turniersieg in Bruchköbel kein weiteres ITF-Turnier (weder Jugend noch Damen).
2009 Spätere Olympia- und Grand Slam Seriensiegerin Barbora Krejcikova in Bruchköbel
Als Neuregelung wurde im Doppel der dritte Satz durch den Match Tiebreak ersetzt.
Den Fair Play Preis hätte mit Abstand Filip Strnad aus Tschechien gewonnen. Wegen einer Straßensperrung aufgrund des Ironman in Frankfurt verspätete sich sein Gegner Thorsten Bertsch bei seiner Anreise aus Mannheim um mehr als zwei Stunden. Filip, Nr. 1 des Turniers, wartete auf das verspätete Finale, welches er nach fast dreieinhalb Stunden mit 5-7 6-2 5-7 knapp verlor.
Im Doppel setzte sich das harmonischere Zusammenspiel von Kevin Kaczynski, TV Vreden, und Jannis Kahlke, TV Marburg, gegen die deutsch/schweizerische Paarung Till Guttenberger/Luca Margaroli mit 6-4 6-4 durch.
Das Juniorinnen Einzel gewann Olga Ianchuk, Ukraine, gegen die 14-jährige Stephani Wagner, TC Amberg am Schanzl, mit 6-3 6-4.
Barbora Krejcikova spielte erst ihr drittes ITF-Juniors in Bruchköbel. Mit drei Siegen in der Qualifikation erreichte sie erstmals das Hauptfeld eines ITF-Juniors und ließ noch zwei weitere Einzelsiege folgen, bevor sie in der dritten Runde gegen ihre Landsfrau Veronika Bacikova verlor. Im Doppel, wo sie erstmals bei einem ITF-Juniors teilnahm, verlor sie mit ihrer deutschen Partnerin in der zweiten Runde.
Im Doppel-Finale der Juniorinnen hatten die topgesetzten Deborah Danz, TV Benrath, mit ihrer Wiener Partnerin Pia König das glücklichere Ende für sich und gewannen denkbar knapp mit 6-2 3-6 11-9 gegen die deutsche Paarung Vivian Heisen und Constanze Lotz.
Teilnehmer u. a. Barbora Krejcikova (#2 Einzel 28.2.2022, #1 Doppel 22.10.2018)
Ergänzung: Barbora Krejcikova war bisher die Teilnehmerin in Bruchköbel, die während ihrer (noch laufenden) Aktivenzeit die höchste Weltranglistenplatzierung (#2 im Einzel, #1 im Doppel), eine Olympischen Goldmedaille (Tokio 2020 im Doppel) und die meisten Grand Slam Siege, erfolgreich bei allen vier Grand Slam Turnieren, nämlich 12 erzielte (2 im Einzel: French Open 2021, Wimbledon 2024; 7 im Doppel: Australian Open 2022 + 2023, French Open 2018 + 2021, Wimbledon 2018 +2022, US Open 2022; und 3 im Mixed: Australian Open 2019-2021).
2010 Volles 64er-Hauptfeld inklusive 32er-Quali-Feld bei den Jungen
Erstmals mussten Spieler nach dem Sign-In der Qualifikation Junioren aufgrund zu großen Andrangs abgelehnt werden.
Die Überraschung bei den Junioren war Lynn Max Kempen, der sich über die Qualifikation bis ins Halbfinale der Jungen Einzel spielte. Dort unterlag er dem Topgesetzten Patrick Elias knapp mit 7-5 4-6 4-6. Patrick meldete als Nr. 144 der Weltrangliste nach zweimonatiger Verletzungspause in Bruchköbel statt in Wimbledon. Im Finale musste er kräftemäßig Tribut zahlen an seine vorherigen drei, jeweils über drei Sätze gehende Matches. Sein Finalgegner aus Italien, Andrea Ceccarello kam kampflos ins Finale und holte sich den Titel mit einem mühelosen 6-3 6-1 Sieg.
Das Doppel der Junioren gewann die ungesetzte deutsche Kombination Daniel Baumann und Oliver Frank gegen die an Position 5 eingestufte Paarung Dean Tjin-A-Ton, Niederlande, und Joshua Ward-Hibbert, Großbritannien, mit 6-4 6-3.
Im rein deutschen Einzelfinale der Juniorinnen siegte Katharina Lehnert mit 6-0 7-5 gegen Sonja Larsen, ihre zwei Jahre jüngere Zimmerpartnerin im Tennisinternat des Deutschen Tennis Bundes in Hannover. Katharina nahm damit Revanche für eine Niederlage bei den Deutschen Meisterschaften.
Den Doppeltitel sicherten sich Majlena Pedersen und Ann-Kathrin Wind gegen die beiden Einzelfinalistinnen Lehnert und Larsen mit dem Ergebnis 7-5 0-1 Aufgabe.
Teilnehmer u. a. Ekaterina Alexandrova (#15 Einzel 1.4.2024, #58 Doppel 26.9.2022)
2011 Zwillinge schlagen bei den Mädchen auf
Wie im Vorjahr gab es beim Junioren Einzel wieder eine Überraschung. Lorenz Heide aus Frankfurt; mit einer Wildcard für die Qualifikation ausgestattet, gewann ein Match nach dem anderen und unterlag erst im Halbfinale dem späteren Sieger Oscar Otte. Oscar, an Position 13 eingestuft, spielte ein souveränes Turnier – er gab in 6 Matches nur 22 Spiele ab – und gewann das Finale gegen die Nummer 4 der Setzliste, dem Spanier Albert Alcaraz Ivorra mit 6-2 7-5.
Das Junioren-Doppel gewannen im rein deutschen Finale Johannes Haerteis und Maximilian Marterer mit 4-6 6-3 10-6 gegen Daniel Baumann und Viktor Kostin.
Iva Primorac, Kroatien, hat im Juniorinnen Einzel für dieselbe Überraschung gesorgt. Ebenfalls spielte sie sich durch die Qualifikation bis ins Halbfinale, um dort gegen die Nr. 3 gesetzte spätere Siegerin, Tayisiya Morderger ihre Meisterin zu finden. Das Finale gewann Tayisiya gegen die Tschechin Sandra Matekova mit 6-3 7-5.
Im Doppel machte Iva Primorac und ihre slowakischen Partnerin Rebecca Sramkova mit dem Titel die Turnierüberraschung perfekt. Mit 6-2 6-2 gegen die deutschen Zwillinge Tayisiya und Yana Morderger, an Position 2 gesetzt, revanchierte sie sich gegen die zuvor erlittene Halbfinalniederlage im Einzel gegen Tayisiya.
Teilnehmer u. a. Oscar Otte (#36 Einzel 27.6.2022, #161 Doppel 15.5.2017), Maximilian Marterer (#45 Einzel 13.8.2018, #249 Doppel 29.4.2019).
Ergänzung: Die Zwillingsschwestern Tayisiya (Taya) und Yana Morderger haben an diversen TV-Formate teilgenommen. U. a. nahm Taya 2018 an der Sendung „Bauer sucht Frau“, gemeinsam mit ihrer Schwester Yana 2020 an der Reality-Show „Kampf der Realitystars – Schiffbruch am Traumstrand“ teil.
2012 Wetterkapriolen fordern die Organisation
Spieltechnisch und wettertechnisch durchwachsen war das diesjährige Turnier über die Bühne gegangen. Zahlreiche Gewitter und starke Regenfälle verzögerten die Spiele. Zeitweise mussten die Plätze mit Tauchpumpen von den Wassermassen befreit werden.
Sowohl im Einzel als auch Doppel der Junioren fanden rein deutsche Begegnungen statt. Im Einzel war der an Position 14 gesetzte Christoph Negritu der verbleibende der Setzliste und traf auf Christopher Hobgarski. Negritu behielt auch im letzten Match die Nerven und gewann das Turnier mit 6-3 6-4. Mit Torben Hornung gewann er auch den Doppeltitel mit 7-5 7-6 gegen Michael Feucht und Louis Richter.
Bei den Juniorinnen hinterließ die Bulgarin Julia Terziyska mit ihrem souveränen Auftreten und druckvollem Spiel Eindruck. Ganz anders die Japanerin Natsumi Chimura, die durch ihre ruhige und gelassene Art manche Gegnerin zum Risiko herausforderte. Im Finale zeigte die Taktik von Julia Terziyska die effektivere Wirkung und sie holte sich den Titel mit 6-2 6-1.
Den Doppeltitel holte das topgesetzte Duo Natsumi Chimura und Madara Straume, Lettland, mit 7-6 1-6 10-8 gegen die Tschechinnen Gabriela Andrea Knutson und Petra Melounova.
2013 Ungesetzter Hesse Kai Lemke gewinnt Double
Doppelte Premiere: Bei der Setzliste im Einzel der Juniorinnen und Junioren tauchte der Name Hobgarski jeweils ganz oben auf. Mit Steinfeger Immobilien konnte erstmals ein Sponsor als Co-Namensgeber gewonnen werden.
Überraschungssieger bei den Junioren im Einzel und Doppel ist Kai Lemke. Im Einzel hat er sich fulminant mit klaren Zweisatzsiegen und nur 16 abgegebenen Spielen deutlich wie selten die Turnierkrone aufgesetzt. Das Finale gewann Kai Lemke mit 6-1 6-1 gegen den an Position 15 gesetzten Slowaken Samuel Hodor.
Den Doppeltitel gewann Kai mit seinem hessischen Partner Philip Gehrmann gegen die ebenfalls ungesetzten, kampflos ins Finale gekommene deutsche Paarung Christopher Hobgarski und Simon David Schmitz mit 7-5 6-1.
Im Juniorinneneinzel traf die topgesetzte Saarländerin Katharina Hobgarski im Finale auf die Nummer 3 der Setzliste, Vivian Wolff aus Frankfurt. Hobgarski gewann mit 6-2 7-6. Beide setzten sich im Halbfinale jeweils gegen ungesetzte Spielerinnen durch. Hobgarski gewann gegen die Neuseeländerin Jade Lewis mit 6-3 7-6, während Wolff gegen Anastasiya Shoshyna, Ukraine, 6-3 5-7 6-3 über die volle Distanz gehen musste.
Das deutsche Duo Katharina Gerlach und Marleen Tilgner waren das Maß aller Dinge im Doppel. Mit einem 6-3 6-1 Erfolg gegen die Paarung Mira Antonitsch, Österreich, und Karolina Novotna, Tschechien, holten sie sich den Titel.
Teilnehmer u. a. Caspar Ruud (#2 Einzel 12.9.2022, #133 Doppel 12.7.2021), Stefanos Tsitsipas (#3 Einzel 9.8.2021, #64 Doppel 29.8.2022), Jule Niemeier (#61 Einzel 7.11.2022, #418 Doppel 14.8.2023).
2014 Internationale Starter dominieren
Verwöhnt von den deutschen Einzelsiegen in den Vorjahren kommentierte diesmal die Presse: „In den Einzelkonkurrenzen der Juniorinnen und Junioren gab es trotz 50-prozentiger deutscher Beteiligung keine Chance auf einen Titel…“.
Aus Perspektive der Weltrangliste standen sich im Jungenfinale die Nr. 1052 aus Frankreich, Joseph Guillin und der Brite Charles Broom, Nr. 1411, beide ungesetzt, gegenüber. Guillin sicherte sich mit einem 6-2 7-6 den diesjährigen Titel. Der topgesetzte Nr. 284 aus den USA, Liam Caruana, scheiterte schon in Runde 1. Tim Sandkaulen an Position 2 gesetzt und Nr. 286 der Rangliste, unterlag im Viertelfinale dem Finalisten und späteren Sieger, Joseph Guillin, mit 4-6 3-6.
Im Doppel der ging der Titel ohne Finalspiel an den Hessen Tim Büttner und seinen Partner Manuel Pena Lopez, Argentinien. Die ungesetzte Paarung gewann im Halbfinale gegen die Franzosen Luc Fomba und Matteo Martineau mit 4-6 6-3 10-3. Ihre topgesetzten deutsche Finalgegner Jannik Giesse / Tim Sandkaulen mussten nach ihrem knappen 6-7 6-4 12-10 Sieg gegen das österreichisch deutsche Duo Alexander Erler und Constantin Frantzen passen.
Den Einzeltitel der Juniorinnen gewann Alexandra Sabe aus den USA, Nr. 3 der Setzliste, kampflos aufgrund verletzungsbedingter Absage ihrer Gegnerin, der an Position 5 gesetzten Lea Boskovic, Kroatien. Letztere hat in der Vorschlussrunde mit 6-4 6-4 gegen Jade Lewis, Neuseeland, Nr. 6 der Setzliste, das Finale erreicht. Alexandra Sabe tat sich schwerer beim 2-6 6-4 6-3 Erfolg gegen die Bulgarien Elizabeth Danailova, an Position 2 gesetzt.
Die ungesetzte Bulgarinnen Nika Shytkouskaya und Anna Skabelka entschieden das enge Doppel mit 5-7 6-2 11-9 gegen die Topgesetzten Lea Boskovic, Kroatien, und Elizabeth Danailova, Bulgarien. Ihre Halbfinalbegegnungen gewannen erstere mit 7-5 6-3 gegen die deutsch serbische Paarung Leonie Deffland und Nina Marjahnovic, während letztere mit 6-3 6-3 gegen Diana Dehterevich, Bulgarien, und Alina Semashko, Russland, das Finale erreichten.
Ergänzung: Die Spielerin Thea Finke ist heute als ITF Chair Umpire auf der Tennistour tätig und hat regelmäßige Einsätze bei den Grand Slam Turnieren.
2015 Hitze mit Temperaturen um 40 Grad Celsius
Erstmals werden am ersten Hauptfeldspieltag jeweils die erste Runde im Einzel und Doppel mit insgesamt 96 Matches ausgetragen. Dadurch stieg die Attraktivität der Doppelwettbewerbe, deren Finals auch einen Tag eher, nun am Samstag stattfinden.
Bei tropischen Temperaturen hat der ITF-Supervisor die ITF-Regularien für extreme Wetterbedingungen angewendet und längere Pausen verordnet. Viel Eis und Wasser wurden den Spielern zur Verfügung gestellt.
Angeführt wird das Juniorenfeld von Jannik Giese, Goldmedaillengewinner im Doppel bei den Olympischen Jugendspielen 2013. Für ihn kam bereits in der zweiten Runde das Aus. Der Turniersieg ging an den Slowenen Sven Lah mit einem 6-3 6-1 Erfolg über Luca Keist, Schweiz. Lah ist mit einem 6-4 4-6 6-2 über den Franzosen Dan Added ins Finale gezogen, während Keist die Vorschlussrunde mit einem glatten 6-0 6-2 gegen den müden Deutschen Kai Lemstra meisterte.
Das Doppel gewann der Hesse Niklas Schell mit seinem französischen Partner Dan Added. Im Finale bezwangen sie den Einzelsieger Sven Lah und seinen Landsmann Bor Schweiger Muzar mimt 7-6 6-4.
Im Einzel der Juniorinnen holte sich die in Mainz wohnende Österreicherin Livia Kraus gegen ihre zwei Jahre ältere Finalgegnerin aus Luxemburg, Eleonora Molinaro mit 6-2 6-3 den Titel. Beide ungesetzten Spielerinnen haben ihre Halbfinalpartien gegen gesetzte Gegnerinnen bestritten; Molinaro mit 6-2 2-6 6-3 über die Australierin Baijing Lin (#4), Kraus mit 6-2 6-4 gegen die Schwedin Sandra Ortevall (#2).
Die belgisch britische Paarung Axana Mareen und Francesca Jones holte sich den Doppeltitel mit einem engen 3-6 6-3 10-3 Sieg gegen die Deutschen Jule Niemeier und Linda Puppendahl.
Teilnehmer u. a. Francesca Jones (#136 Einzel 17.2.2025, #541 Doppel 22.2.2022) – sie wurde mit dem seltenen EEC-Syndrom geboren, sie hat acht Finger und sieben Zehen.
2016 Vier Einzelfinalisten aus vier verschiedenen Ländern
Im Gegensatz zu den Junioren, wo nicht alle Sign-In Teilnehmer angenommen werden konnten, war das Juniorinnenfeld so dünn besetzt, dass neben den acht direkten Qualifikantinnen nach kurzfristigen Absagen bzw. Nichtantreten von Spielerinnen des Hauptfeldes alle zuvor in der Qualifikation ausgeschiedene Spielerinnen als Lucky Loser ins Hauptfeld rückten.
Dem diesjährigen Turnier drückte Rrezart Cungu, Montenegro, seinen Stempel aus. Er siegte im Einzel nach dem erfolgreichen Halbfinale gegen den topgesetzten Bulgaren Adrian Andreev (6-4 7-6) im Finale gegen den ungesetzten Schweizer Henry von der Schulenburg mit 6-4 6-2. Das Finale erreichte der Schweizer U16-Nationalspieler gegen den Qualifikanten Jonas Forejtek aus Tschechien mit einem 6-1 6-4 Erfolg.
Seinen Vorjahrestitel im Doppel verteidigte der Hesse Niklas Schell mit Rrezart Cungu mit 6-2 6-1 im Finale gegen die dort überraschend eingezogene deutsche Brüder Kai und Sven Lemstra.
Bei den Juniorinnen war die an Position fünf gesetzte Yarden Akler, Israel, gegen die Französin Juliette Colard mit 6-3 2-6 6-3 erfolgreich. Im Halbfinale hat sich Akler gegen die Deutsche Angelina Wirges mit 6-4 7-5 durchgesetzt. Colard erreichte das Finale mit 6-3 7-5 gegen Oana Smaranda Corneanu, Rumänien.
Die topgesetzte Doppelpaarung Enola Chiesa, Italien, und Victoria Mikhaylova, Russland, besiegte im wechselhaften Finale das ungesetzte slowakisch polnische Duo Katarina Kuzmova und Wiktoria Rutkowska mit 2-6 6-1 10-8.
Teilnehmer u. a. Eva Lys (#77 Einzel 24.2.2025, #738 Doppel 22.2.2022 – sie zog 2025 als erste Lucky Loserin im Dameneinzel bei den Australian Open ins Achtelfinale ein), Jonas Forejtek (#1 ITF-Junioren 2019 mit Doppeltitel bei Australian Open und French Open sowie Einzelsieg bei US Open).
2017 Italien und Schweiz holen die Titel
Die Rafael Nadal Tennis Academy nahm erstmals mit 12 Spielern bzw. Spielerinnen am Turnier teil. Erstmals mussten die Finals nach ITF-Regeln mit Stuhlschiedsrichter gespielt werden.
Das Schweizer Team holte die Turniersiege bei den Junioren. Luca Staeheli gewann ohne Satzverlust den Einzeltitel. Im Finale musste der topgesetzte, müde Ewen Lumsden aus Schottland, der unangemeldet zum Turnier erschien und sich deshalb über drei zusätzliche Qualifikationsmatches ins Hauptfeld spielen musste, dem glänzend aufgelegten Staeheli mit 1-6 3-6 der Turnierwoche Tribut zahlen. In der Vorschlussrunde bezwang Lumsden den an Position drei gesetzten Deutschen Justin Schlageter mit 6-3 6-2, während Staeheli durch ein 6-3 6-1 über Enrique Luque Rico aus Spanien erfolgreich war.
Im Doppelfinale setzte sich Luca Staeheli mit seinem Landsmann Yannik Steinegger gegen die deutsche Paarung Fynn Künkler / Bastien Presuhn mit 6-4 7-5 durch.
Bei den Juniorinnen drückte das italienische Team mit Unterstützung der Nationaltrainer dem Turnier ihren Stempel auf. Im Einzel gewann die an Nummer vier gesetzte Costanza Traversi das Finale gegen die Überraschungsfinalistin Carlota Martinez Sirez aus Spanien mit 7-5 4-6 6-3. Traversi konnte im Halbfinale aufgrund der nachträglichen Disqualifikation ihrer deutschen Gegnerin Chantal Sauvant, die entgegen den Regularien bereits ihr zweites ITF-Turnier in der Woche spielte, pausieren. Martinez Sirez verhinderte mit ihrem Halbfinalerfolg über die an Position drei gesetzte Italienerin Isabella Tscherked Zade mit 3-6 6-4 6-2 ein rein italienisches Finale.
Im rein italienischen Doppelfinale siegten Isabella Tscherked Zade und Aurora Zantedeschi, an drei gesetzt, mit 6-4 6-2 über die topgesetzten Benedetta Ivaldi / Costanza Traversi. Auch hier kamen letztere aufgrund der Disqualifikation von Sauvant ohne Halbfinalspiel ins Finale.
Teilnehmer u. a. Dominic Stricker (#88 Einzel 2.10.2023, #161 Doppel 27.6.2022)
2018 Einführung von „no let“
„No let“ ist die diesjährige Neuerung der ITF, die für das Einzel und Doppel eingeführt wurde. Erstmals ist das Porsche Junior Team beim Turnier.
Bei den Junioren standen sich mit dem Franzosen Allan Deschamps und Osman Torski (TC GW Nikolassee) die beiden topgesetzten Spieler gegenüber. Deschamps drehte nach 0-6 das Match mit 7-6 und 6-2. Beide hatten in der Vorschlussrunde keine Probleme. Deschamps siegte 6-1 6-1 gegen den Aschaffenburger Jakob Cadonau. Torski bezwang seinen Landsmann Filip Krolo mit 6-3 6-1.
Auch im Doppel holte sich Allan Deschamps mit Landsmann Loris Pourroy den Titel mit 6-3 6-1 über die deutsche Paarung Fynn Kuenkler und Osman Torski.
Erstmals seit Gründung 2012 schlägt das Porsche Junior Team mit Julia Middendorf und Mara Guth begleitet von Bundestrainerin Jasmin Wöhr in Bruchköbel auf. Und beide standen sich im Einzelfinale gegenüber, das Middendorf mit 2-6 6-1 4-3 und Aufgabe Guth aufgrund Rückenprobleme gewann. Guth setzte sich im Halbfinale gegen die Slowenin Maja Makoric mit 6-3 6-3 durch. Middendorf hatte mit der ungesetzten Lucie Nguyen Tan aus Frankreich beim 7-6 6-4 mehr Mühe.
Den Doppeltitel sicherte sich die Zufallspaarung aus Estland, Saara Orav, und Tayla Whitehouse, Australien, den Titel. Im Finale erteilten sie den Schweizerinnen Nina Geissler und Lea Magun beim Kantersieg von 6-0 6-0 eine Lehrstunde.
2019 Auf bislang größtes Teilnehmerfeld aufgestockt
Die diesjährige ITF-Neuregelung, der dritte Satz in der Qualifikation wird durch den Match Tiebreak ersetzt, erlaubte der Turnierorganisation die Aufstockung der Qualifikationsfelder im Einzel auf 64. Damit erreicht das Turnier sein bislang größtes Teilnehmerfeld.
Die ITF launchte einen neuen Markenauftritt. “ITF World Tennis Tour Juniors” folgt auf “ITF Junior Circuit”. Deutschlandreisen365.de wurde neuer Co-Namensgeber.
In diesem Jahr gewannen in den Einzeln sowie Doppel der Juniorinnen jeweils die Topgesetzten. Janos Fekete aus der Slowakei erreichte nach gewonnener Vorschlussrunde mit 7-6 4-6 6-2 über den Serben Mili Poljicak das Finale. Ihn erwartete der Franzose Sean Cuenin, der mit einem 6-3 6-4 Halbfinalerfolg gegen den an Nummer zwei gesetzten Deutschen Benito Sanchez Martinez für eine Überraschung sorgte. Den Titel holte sich Fekete mit einem 6-4 6-3.
Sean Cuenin sicherte sich den Doppeltitel mit seinem Landsmann Younes Djouder gegen die deutschen Überraschungsfinalisten Philip Florig und Neo Niedner mit 6-2 6-4.
Saara Orav aus Estland gab während des gesamten Turnierverlaufs nur einen Satz ab, dies in der zweiten Runde. Nach einem 6-2 6-2 Erfolg im Halbfinale über Zdena Safarova, Tschechien, folgte ein 6-0 6-3 im Finale gegen die Deutsche Nicole Rivkin. Rivkin konnte im Endspiel nicht an die gezeigten starken Leistungen der vorherigen Turniertage anknüpfen wie das 6-3 6-0 gegen die an Position zwei gesetzte Belgierin Hanne Vandewinkel im Halbfinale.
Zudem verteidigte Saara Orav mit ihrer „neuen“ australischen Partnerin Charlotte Kempenaers-Pocz den Doppeltitel. Das Finale gewannen sie mit 6-4 6-3 gegen die an Nummer zwei gesetzten Belgierinnen Amelie Van Impe und Hanne Vandewinkel.
2020 Covid-19 hat die Welt im Griff – 20. ITF-Jugendturnier aufgewertet in Kategorie 3
Am 11. März 2020 erklärte die WHO die mit dem bis dahin unbekannten Coronavirus SARS-CoV-2 verursachte Erkrankung zur weltweiten Pandemie. Daraufhin suspendierte u. a. die ITF sämtliche Tennisturniere. Das Jugendturnier in Hamburg wurde daraufhin abgebrochen. Erst ab Anfang September ließ die ITF die Wiederaufnahme von Turnieren unter strengen Auflagen zu. Das erste ITF Jugendturnier In Deutschland organisierte daraufhin der TC Bruchköbel.
Die Australian-Open-Finalistin 2020 und die Siegerin von 2018 waren dabei, nachdem auch der Main-Kinzig-Kreis dem vorgelegten Hygienekonzept, u. a. max. 32er Tableaus, Fiebertest bei Betreten der Anlage inklusive Gesundheitsfragebogen, grünes Licht gab.
Statt in der traditionell letzten Juniwoche konnte nach mehrmaligen Verschiebungen in der Woche vom 15. September gespielt werden. Nach vielen Jahren in der Kategorie 4 hatte ITF-Juniors das Turnier in die Kategorie 3 hochgestuft, passend zur 20. Auflage.
Der Hanauer Anzeiger engagierte sich erstmals als Medienpartner und sorgt seitdem für ausführlichere und häufigere Presseberichte. Michel-Hotels sind der neue Co-Namensgeber.
Die noch vorhandenen Reisebeschränkungen erlaubten nur wenigen Überseespielern die Teilnahme. Da wir eines der ersten Turniere seit Aufhebung der Turniersperre ausrichteten, hatten wir die historisch stärksten Teilnehmerfelder zu Gast. Topgesetzte waren Weronika Baszak, Polen, Nr. 9 der Weltrangliste bei den Juniorinnen und Raphael Collignon, Belgien, Nr. 25 der Weltrangliste bei den Junioren. Der Cut für das Hauptfeld war bei Ranglistenposition 555 bei den Junioren und 618 bei den Juniorinnen.
Der Vorjahresfinalist Sean Cuenin, Frankreich, sicherte sich diesmal den Titel mit einem glatten 6-1 6-4 Sieg gegen den Belgier Pierre Yves Bailly. Beide benötigten im Halbfinale nur zwei Sätze; Cuenin gegen den Martin Katz, Belgien, mit 6-3 6-0, und Bailly mit 6-3 6-2 gegen den Deutschen Martin Rehberg.
Im Doppelfinale der Ungesetzten siegte die belgisch britische Paarung Martin Katz / William Nolan mit 6-3 7-6 gegen das Taym Al Azmeh, Deutschland, und Geni Inoue, Japan.
Bei den Juniorinnen holte sich Noma Noha Akugue (Club an der Alster) den Titel. Sie bezwang die Siegerin von 2018, Julia Middendorf (TV Visbeck) mit 6-4 6-3, beide vom Porsche-Junior-Team, der deutschen Nachwuchsschmiede. Noha Akugue erreichte das Finale mit einem 6-3 6-2 Erfolg über ihre Landsfrau Joelle Lilly Sophie Steur. Middendorf hatte beim 5-7 6-4 7-5 Sieg gegen Celine Naef, Schweiz, mehr zu kämpfen.
Tea Lukic und Joelle Lilly Sophie Steur sicherten sich äußerst knapp im ebenfalls rein deutschen Finale den Titel mit einem 6-2 3-6 10-8 Erfolg über Mia Mack und Julia Middendorf.
2021 Lukic und Steur verteidigen Doppeltitel
Das Turnier findet ohne Co-Namenssponsor statt. Aufgrund der wirtschaftlichen Nachwirkungen der seit 2020 weltweit erlassenen Reisebeschränkungen in Folge der Covid-19 Pandemie hat Michel Hotels sein Engagement reduziert.
Auch im zweiten Corona Jahr sind trotz Entspannung bei den Beschränkungen diese noch deutlich spürbar. Trotzdem konnte das Turnier traditionell Ende Juni ausgetragen werden.
Im Endspiel der ungesetzten Junioren setzte sich der Schwede Isac Stroemberg mit 2-6 7-5 6-2 gegen den Schweizer Mika Brunold nach mehr als dreieinhalb Stunden durch. Brunold war als Nummer 190 der Weltrangliste nach seinem 6-1 6-0 Halbfinalsieg über den topgesetzten Antoine Ghibaudo, Frankreich, favorisiert ins Finale gegangen. Stroemberg, Nummer 228 der Welt, hatte beim 7-6 6-3 gegen den Bulgaren Yanaki Milev mehr Mühe.
Siegreich im Doppel war die Kombination Patrick Schoen, Schweiz, und Ben Weintraub, Israel mit einem 7-6 6-2 Erfolg gegen die ebenfalls ungesetzte deutsche Paarung Georg Eduard Israelan und Oliver Olsson.
Im rein deutschen Endspiel der Juniorinnen siegte die Hamburgerin Ella Seidel mit 6-4 5-7 7-6 gegen Tea Lukic aus Ludwigshafen. Seidel zog mit einem 6-0 6-2 über Sonya Macavei, USA, Lukic mit 7-5 6-0 gegen Karolina Kozakova, Schweiz, ins Finale ein.
Ihren Vorjahrestitel verteidigte die Doppelpaarung Tea Lukic und Joelle Lilly Sophie Steur. Sie gewannen das rein deutsche Finale gegen Carolina Kuhl und Ella Seidel mit 6-4 6-1.
2022 Bestes Internationales Jugend-Turnier 2022
Unser Turnier erhält eine einmalige Höherstufung auf Grade 2 durch die ITF. Nach dem russischen Einmarsch an mehreren Fronten (auch über Belarus) am 24. Februar in die Ukraine wurden seitens der ITF wie ATP und WTA die Mitgliedschaften beider nationaler Tennisverbände suspendiert. Spieler aus Russland und Weißrussland dürfen weiterhin an internationalen Tennisturnieren auf der Tour und bei den Grand Slams teilnehmen. Sie werden jedoch bis auf weiteres nicht unter dem Namen oder der Flagge Russlands oder Weißrussland antreten.
In Folge der international verhängten Sanktionen wurden auch Einreisesperren für Staatsbürger aus Russland und Belarus durch u. a. die britischen Behörden verhängt. Um Staatsangehörigen dieser Länder die Teilnahme an hochrangigen Tennisturnieren im Zeitraum vor Wimbledon (und damit die Wertung britischer Turniere für die Weltrangliste zuzulassen) auf dem Festland zu ermöglichen, wurden wir wenige Wochen vor Turnierbeginn um die Ausrichtung eines Grade 2 Turniers angefragt (aufgrund unserer ITF-Einstufung als bestes Grade 3 Turnier 2021). Wir nahmen die Anforderung an und haben während unserer Turnierwoche weltweit das zweithöchst eingestufte ITF-Jugendturnier durchgeführt.
Erstmalig vergab der DTB einen Award für die Ausrichtung der internationalen Jugendturniere in Deutschland. Die überraschende Auszeichnung „Bestes internationales Jugend-Turnier 2022“ erhielt Turnierdirektor Martin Fetzer während der DTB-Turnierveranstaltertagung im Herbst überreicht. Damit honorierte der DTB die gesamte Organisation und Atmosphäre beim „HEAD Cup Bruchköbel“.
Michel Hotels hatte sein Co-Namenssponsoring wieder aufgenommen. Die Feldgrößen konnten auf 48er-Tableaus im Einzel aufgestockt werden, die maximale Größe, um das Turnier auf den acht Plätzen des TC Bruchköbel austragen zu können.
Das Einzelfinale der Junioren gewann der ungesetzte Bulgare Iliyan Radulov gegen den 150 Positionen in der Weltrangliste höher eingestuften, an Position zwei gesetzten Mihai Alexandru Coman, Rumänien, mit 6-3 6-4. Radulov erreichte das Finale mit einem 6-1 3-6 7-6 Sieg gegen David Fix, TC Wolfsberg-Pforzheim. Coman gewann die Vorschlussrunde gegen die Nummer drei des Turniers, den Peruaner Gianluca Ballotta mit 6-1 7-5.
Im Doppel sicherten sich die Nummer eins der Setzliste, Filip Apltauer, Tschechien, und Yanaki Milev, Bulgarien, den Titel mit einem 6-0 7-6 Erfolg über Taym Al Azmeh, Deutschland, und den Rumänen Mihai Alexandru Coman.
Im Finale der Juniorinnen endete der Siegesweg der Qualifikantin Darja Suvirdjonkova, Serbien. Die 18-jährige Ada Piestrzynska aus Polen gewann klar mit 6-1 6-0 den Titel. Suvirdjonkova benötigte im Halbfinale der Qualifikantinnen drei Sätze und drei Stunden beim 7-6 4-7 6-4 Erfolg gegen die nur 13 Weltranglistenplätze schlechter eingestufte Tschechin Marie Slamenikova. Piestrzynska hatte beim 7-5 6-3 Sieg über Barbora Michalkova, Tschechien, weniger Mühe.
Die topgesetzte Paarung Panna Bartha, Ungarn, und Ellie Daniels, Kanada, holten den Titel gegen die an Position ? gesetzten Malwina Rowinska, Polen, und Daria Yesypchuk, Ukraine, glücklich mit 5-7 6-4 15-13.
Teilnehmer u. a. Max Schönhaus (#15 ITF Junioren 6.1.2025 – Wimbledon Sieger Junioren Doppel 2024)
Ergänzung: Treffen und Abschlusstraining der Deutschen W12 Nationalmannschaft gegen Ende der Turnierwoche beim TC Bruchköbel vor dem Abflug zur Europameisterschaft.
2023 Drama im Juniorinnen Finale – Juniorensieger spielt für TC Bruchköbel
Das Turnier wurde im Rahmen der vereinbarten Schiedsrichterkooperation zwischen „Tennis Canada“ und dem DTSV (Deutsche Tennis Schiedsrichter Vereinigung) von der seit Jahren in Kanada lebenden gebürtigen Hanauerin Ute Buffotot als ITF Supervisor geleitet.
Mit dem Turniersieg von J200 Gladbeck aus der Vorwoche angereist war Rafael Jodar, Spanien, der auch für TC Bruchköbel in diesem Jahr als Spieler gemeldet war. Als Nummer vier des Turniers hatte Jodar nach einem 6-3 5-7 6-4 Erfolg im Halbfinale über Naoya Honda, Japan, seine gute Form mit dem Titelgewinn beim 6-3 7-5 gegen Antonio Voljavec, Kroatien, bestätigt. Voljavec hatte sich mit 6-4 6-2 gegen den Spanier Pablo Martinez Gomez ins Finale gespielt.
Im Doppel überraschte das ungesetzte deutsche Duo Aaron Funk, Nürnberg, und Lieven Mietusch, Heidelberg, mit dem glücklicheren Ende und holte den Titel mit 5-7 6-2 10-7 im Finale gegen Naoya Honda, Japan, und Andreas Timini, Zypern.
Die Belgierin Jeline Vandromme hatte den Turniersieg schon vor Augen. 6-4 5-0 führte sie, um nach fünf Matchbällen mit 6-4 5-7 1-6 der topgesetzte Moskauerin Victoria Milovanova den Titel zu überlassen. Bis zum Finale gab Milovanova lediglich 10 Spiele ab und gewann ihr Halbfinale gegen Mia Pohankova, Slowakei, mit 6-0 6-1. Vandromme ist mit einem 6-0 6-2 gegen die deutsche Victoria Pohle (TEC Waldau Stuttgart) ebenfalls überzeugend ins Finale eingezogen.
Das Juniorinnen Doppel gewannen die an Position zwei gesetzten Kanadierinnen Emma Dong und Scarlett Nicholson mit 2-6 6-3 10-6 gegen die ungesetzte US-amerikanische Paarung Maren Urata und Sophia Webster.
Teilnehmer u. a. Rafael Jodar (#4 ITF Junioren 9.9.2024 – US Open Sieger Junioren Einzel 2024), Jeline Vandromme (#5 ITF Juniorinnen 20.1.2025)
2024 Erstmals mehr Juniorinnen als Junioren am Start
Beim 24. ITF Juniorenturnier des TC Bruchköbel kämpften erstmals mehr Juniorinnen als Junioren um Titel und Weltranglistenpunkte. Aufgrund der Übernahme der Michel Hotels durch die Acht Hotelgruppe verloren wir unseren Co-Namenssponsor.
Die beiden Einzelfinalspiele wurden frühzeitig während des Einspielens vom Regen unterbrochen. Nach 30 Minuten konnte verspätet begonnen und ohne weitere Unterbrechung gespielt werden.
Der an Position zwei gesetzte Chinese Fumin Jiang setzte sich nach drei Stunden gegen den ungesetzten Franzosen Evan Simon mit 6-3 4-6 6-4 durch. Bereits im Halbfinale benötigte Jiang über drei Stunden zum 7-5 5-7 6-3 Erfolg über den Deutschen Jamie Mackenzie. Simon hatte beim 6-0 6-4 über Damir Zhalgasbay, Kasachstan, weniger Mühe.
Die spanisch französische Kombination Matteo Morazzi und Evan Simon gewannen den Doppeltitel deutlich mit 6-2 6-0 gegen das deutsche Duo Jamie Mackenzie und Vorjahressieger Lieven Mietsch.
Bei den Juniorinnen feierte die 16-jährige Philippa Faerber aus Kiel ihren bislang größten Erfolg. Sie gewann das Finale gegen die ein Jahr jüngere Nina Andronicou aus Zypern mit 6-3 6-4. Faerber spielte sich solide mit jeweils Zwei-Satz-Siegen durch das Turnier. Die Vorschlussrunde gegen Sofia Mykhailets, Ukraine, beendete sie mit 6-4 7-5. Andronicou erreichte das Finale mit einem 6-3 6-2 Erfolg über Koharu Nishikawa, Australien.
Den Doppeltitel holte sich die topgesetzte Paarung Melinda Biro, Ungarn, und Irem Kurt, Türkei in einem spannenden Finale gegen die ungesetzten Nina Andronicou, Zypern, und Alja Senica, Slowakei.
2025 25. ITF Jugendturnier beim TC Bruchköbel
Wir freuen uns auf die 25. Ausgabe unseres Turniers vom 22. bis 29.6.2025.
