Ada Piestrzynska und Iliyan Radulov holten sich die Titel

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ITF-Turnier um HEAD Cup operated by Michel Hotels in Bruchköbel großer Erfolg

Bruchköbel – Ada Piestrzynska und Iliyan Radulov haben die Titel beim Jugendweltranglistenturnier um den
Head Cup beim TC Bruchköbel gewonnen. Die 18-jährige Piestrzynska aus Polen setzte sich in einem
einseitigen Finale gegen Darja Suvirdjonkova aus Serbien mit 6:1, 6:0 durch, Spannender verlief das Match bei
den Junioren, hier gewann der 17-jährige Bulgare gegen den gleichaltrigen Mihai Alexandru Coman aus
Rumänien mit 6:3, 6:4.


Das Finale der Juniorinnen wurde zu einer klaren Angelegenheit für die an Position neun gesetzte Ada
Piestrzynska. Ihre Kontrahentin hatte sich in Bruchköbel zunächst in der Qualifikation in 3 Matches durchgesetzt
und anschließend bis ins Finale vorgespielt und am Samstag in der Vorschlussrunde dabei ein dreistündiges
Match bestritten. Ihr gingen am Ende der Woche die Kräfte aus. „Es war ein tolles Turnier“, freute sich die Polin
nach der Siegerehrung. „Ich habe sehr gutes Tennis gespielt und dies ist auch mein bisher größter Erfolg.“
Spannender verlief das Finale bei den Junioren. Hier kam es im ersten Satz zu einem Festival der Breaks, in
sieben von neun Spielen behielt jeweils der Rückschläger die Oberhand, zweimal brachte Radulov seinen
Aufstieg durch und holte sich das 6:3. Lange Zeit danach sah es nach einem dritten Satz aus. Mihai Alexandru
Coman, der von der Alexander Waske Tennis University trainiert wird, lag bereits mit 4:1 vorne. Doch Radulov
spielte ruhig weiter, war der effektivere Akteur und drehte den zweiten Durchgang noch mit fünf Spielen in
Folge. „Es war eine großartige Woche für mich“, sagte Radulov. „Im zweiten Satz habe ich zunächst nicht zu
meinem Spiel gefunden, mich dann aber gesteigert und die Begegnung noch gedreht.“ Für ihn ging es von
Bruchköbel aus nach Hause. „Ich werde jetzt eine Pause einlegen und anschließend ein Herren-Turnier in Sofia
spielen.“


Bereits vor dem Finale zog Alexander Waske ein positives Fazit für seinen Schützling Coman, bedauerte jedoch
die Finalniederlage. „Für uns geht es jetzt nach Wimbledon weiter“, sagte Waske. „Dort gibt es in diesem Jahr
zwei keine Punkte für die Weltgangliste, für Alexandru ist es aber wichtig, einmal die Atmosphäre
mitzubekommen.“
Radulov hatte sich im Halbfinale am Samstag nur knapp gegen David Fix vom TC Wolfberg-Pforzheim
durchgesetzt. Nach einem spannenden Match behielt der Bulgare mit 6:1, 3:6, 7:6 die Oberhand. Coman musste
gegen den Peruaner Gianluca Balotta nur über zwei Sätze gehen, eng war es beim 6:1, 7:5 lediglich im zweiten
Durchgang.


Am Samstag stand Coman gemeinsam mit Taym Al Azmeh, ebenfalls von Alexander Waske betreut, auch im
Doppelfinale. Hier aber waren die topgesetzten Filip Apltauer (Tschechien/RW Sprendlingen) und Yanaki Milev
(Bulgarien) das effektivere Tandem und setzte sich mit 6:0, 7:6 durch.
Den Doppeltitel bei den Juniorinnen holten sich ebenfalls die Topgesetzten Panna Bartha/Ellie Daniels
(Unganr/Kanada), die nach einem spannenden Matchtiebrak glücklich mit 5:7, 6:4, 15:13 gegen Malwina
Rowinska/Darian Yesypchuk (Polen/Ukraine) gewannen.
Bruchköbels Vorsitzender Stefan Oßwald danke bei der Siegerehrung allen Unterstützern, Sponsoren und
freiwilligen Helfern. „Ohne eure Hilfe ist so ein Turnier für unseren TC Bruchköbel nicht zu stemmen.“ Ein
besonderer Dank ging an Turnierdirektor Martin Fetzer. „Er macht dies seit 16 Jahren, steckt viel Zeit in dieses
Turnier, in die Vorbereitung. Die Arbeit ist nicht in dieser einen Woche getan, das wissen wir alle.“
Dem Dank schloss sich Bruchköbels Bürgermeisterin Sylvia Braun an. „Sie sorgen alle dafür, dass Bruchköbel
weiter auf der Tennis-Weltkarte vertreten ist.“

Rolf Joachim Rebell

Fotos: Temipress / Hikmet Temizer

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