Ella Seidel nach Marathonmatch Siegerin beim Head-Cup

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Bruchköbel – Nach etwas mehr als dreieinhalb Stunde beendete ein Doppelfehler den Headcup. Im Finale der Juniorinnen hatte Ella Seidel (Club an der Alster) aus Hamburg denkbar knapp mit 6:4, 5:7, 7:6 (7:5) gegen Tea Lukic vom TC BASF Ludwigshafen die Oberhand behalten. Auch das Endspiel der Junioren ging über drei Sätze, der Schwede Isac Stroemberg setzte sich mit 2:6, 7:5, 6:2 gegen den Schweizer Mika Brunhold durch.

Bereits am Samstag hatten sich Patrick Schön und Benn Weintraub (Schweiz/Israel) sowie Tea Lukic und Joelle Steur (Ludwigshafen/Tennispark Versmold) jeweils den Titel im Doppel gesichert.

Im Duell der Juniorinnen, beide im DTB-Porsche-Team, wehrte die 16-jährige Ella Seidel im dritten Satz einen Matchball ihrer gleichaltrigen Kontrahentin ab. Die Begegnung wurde von zahlreichen Breaks bestimmt, alleine im zweiten Satz gaben die beiden Finalisten insgesamt neunmal ihren Aufschlag ab. Am Ende hatte die Hamburgerin die besseren Nerven und holte sich den Titel. „Ich hatte zu Beginn der Woche Anfangsschwierigkeiten, kam aber danach immer besser ins Turnier rein“, sagte Seidel. Sie wird in der nächsten Woche kein Turnier spielen. „Im Hamburg haben die Schulferien begonnen und ich mache jetzt erst einmal eine Woche Urlaub.“

Sowohl Seidel (6:0, 6:2 gegen Sonya Macavei/USA) als auch Lukic (7:5, 6:0 gegen Karolina Kozakova/Schweiz) hatten am Samstag in ihren Halbfinalbegegnungen letztlich keine Mühe. Zudem standen sie sich ebenfalls am Samstag im Doppelfinale gegenüber. Hier behielt Tea Lukic mit ihrer Partnerin Joelle Steur gegen Ella Seidel und Carolina Kuhl (TV Fürth) mit 6:4, 6:1 die Oberhand.

„Wenn der Trainer bis Sonntag Arbeit hat, waren seine Schützlinge erfolgreich“, sagte DTB-Trainer Dirk Dier zur Leistung „seiner Mädels“. „Zwei reine deutsche Finalbegegnungen im Einzel und Doppel, die Mädchen haben mit sehr viel Einsatz gespielt. Natürlich wurmt die ein oder andere Niederlage, doch in der kommenden Wochen beim Turnier in Neunkirchen haben alle eine neue Chance.“

Bei den Junioren standen sich zwei ungesetzte Spieler direkt gegenüber. Brunold, der mit einer sehr starken Leistung im Halbfinale den topgesetzten Franzosen Antoine Ghibaudo mit 6:1, 6:0 mehr als deutlich aus dem Wettbewerb warf, sah lange Zeit wie der sichere Sieger aus. Mit 6:2 gewann er Satz eins, mit 5:4 und eigenem Aufschlag hatte er im zweiten Durchgang den Sieg vor Augen. Doch sein Kontrahent aus Schweden, der im Halbfinale mit 7:6, 6:3 gegen den bulgarischen Qualifikanten Yanaki Milev mit 7:6, 6:3 gewann, kämpfte sich mit einem Break wieder ins Spiel, gewann den zweiten Satz mit 7:5 und war auch im entscheidenden Durchgang mit 6:2 der erfolgreichere Spieler.

„Ich habe zuletzt sehr viel trainiert und nur wenige Turniere gespielt“, erklärt Stroemberg die Tatsache, dass er als Nummer 228 der Jugendweltrangliste nicht gesetzt war. „Doch ich werde jetzt wieder verstärkt Turniere spielen.“ In der Rangliste wird er sich noch um einige Positionen verbessern müssen, möchte er sein sportliches Ziel für 2021 verwirklichen. „Ich will ins Hauptfeld der US-Open in New York kommen.“

Zufrieden mit der Turnierwoche zeigten sich die Verantwortlichen aus Bruchköbel. „Es ist immer wieder bewundernswert, mit welchen Enthusiasmus der TC Bruchköbel dieses Turnier auf die Beine stehlt“, lobte Bürgermeisterin Sylvia Braun, interessierte Zuschauerin der Finalbegegnungen noch vor der Siegerehrung. Die Stadt ist zudem stolz auf die gute Jugendarbeit unseres Tennis-Clubs.“

„Trotz erschwerten Bedingungen sind wir froh, zum zweiten Mal in Folge das Turnier der Kategorie 3 ausgereichtet zu haben“, sagt auch TCB-Vorsitzender Stefan Oßwald. „Alle Teilnehmer und die Trainer haben die familiäre Atmosphäre hier in Bruchköbel gelobt, ein großer Dank geht an die Verantwortlichen Martin Fetzer und Sven Kurandt zusammen mit ihrer Mannschaft.“

„Wir hatten auch etwas Glück mit dem Wetter“, meinte Turnierdirektor Martin Fetzer. „Die Prognosen waren die ganze Woche schlechter als das tatsächliche Wetter. Bis auf zwei Doppel, die wir abbrechen und auf den nächsten Tag verschieden mussten, haben unseren vorgegebenen Zeitplan eingehalten.“

Rolf Joachim Rebell | Hanauer Anzeiger

© temipress | Hikmet Temizer

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