Favoritensterben geht weiter

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Tennis – Das Favoritensterben beim HEAD-Cup des TC Bruchköbel geht weiter. Im Viertelfinale des Internationalen ITF-Jugendweltranglisten-Turniers stehen am heutigen Freitag (ab 9 Uhr) nur noch zwei gesetzte Spieler auf dem Platz. Der favorisierte und topgesetzte Franzose Antoine Ghibaudo (Jugendweltrangiste 107) gab sich bisher keine Blöße und in beiden Begegnungen auch noch keinen Satz ab. Ähnlich wie Samer Al Tori (Israel/Setzliste 3/JWRL 143). Erfreulich aber, dass sich mit Yannik Kelm und Alen Mujakic zwei deutsche Nachwuchsspieler ebenfalls für die Runde der letzten acht qualifizierten.

Bei den Juniorinnen sind noch fünf gesetzte Spielerinnen dabei. Doch nach der topgesetzten Carolina Kuhl (TV Fürth) in der ersten Runde fiel auch die an Position zwei geführte Joelle Steur (Tennispark Versmold) am Donnerstag dem Favoritensterben zum Opfer. Sie unterlag der stark aufspielenden Italienerin Anna Paradisi in drei Sätzen. Tea Lukic und Ella Seidel halten bei den Juniorinnen im Viertelfinale die deutsche Fahne hoch.

„Ich bin dennoch mit dem bisherigen Abschneiden des deutschen Nachwuchses zufrieden“, sagte Dier Dier, Trainer beim Deutschen Tennis-Bund. „Joelle hat gut gespielt, aber ihre Kontrahentin eine ganz starke Leistung geboten.“ Die Italienerin Anna Paradisi trainiert an der Rafa-Nadal-Academy in Spanien. Betreut wird sie von ihrer Trainerin Natalia Mordasova, die aus der Ukraine stammt und in Bruchköbel insgesamt drei Spielerinnen der Akademy betreut.

Als letzte Lokalmatadorin schied Gina Feistel im Einzel aus, verlor gegen Ella Seidel in zwei Sätzen. Feistel wechselte im Winter vom SC SaFo Frankfurt zum TC Bad Homburg und hielt im Einzel die hessische Fahne hoch. Der für den THC Hanau spielende Sergej Topic feierte in der ersten Runde des Doppels mit seinem Partner Nikolai Barsukov einen denkbar knappen 12:10-Sieg im Matchtiebrek gegen die argentinische Kombination Valentin Basel/Francesco Geschwind. In Runde zwei erwiesen sich die gesetzten Gabriel Matuszweksi/Pijus Vaitiekunas (Polen/Litauen) als zu stark, Topic musste sich mit seinem Doppelpartner 2:6, 3:6 geschlagen geben.

Mit dem bisherigen Verlauf des HEAD-Cups ist auch Turnierdirektor Martin Fetzer sehr zufrieden. „Hier und da gab es kleine Verschiebungen wegen Regens, aber alles lief bisher problemlos.“ Doch eine Tatsache sorgt bei Fetzer doch für die eine oder andere Sorgenfalte. „Wir müssen die vier Endspiele mit Stuhlschiedsrichtern belegen, doch gerade am Wochenende sind qualifizierte Leute aufgrund der Einsätze in der Tennis-Bundesliga kaum zu bekommen“, erläutert Fetzer, der weiter an einer Problemlösung arbeitet. Möglich, dass daher auch die Doppelendspiele erst am Sonntag stattfinden werden. „Da ist unsere Chance auf Stuhlschiedsrichter sicher größer“, vermutet Fetzer.

Rolf Joachim Rebell | Hanauer Anzeiger

© temipress | Hikmet Temizer

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