20. ITF Jugendturnier des TCB beendet

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Siegerehrung mit Bürgermeisterin Sylvia Braun und Dirk Hordorff, Vizepräsident DTB und HTV-Vizepräsident.

Über 150 Zuschauer erfreuten sich bei schönstem Sonnenschein an den beiden Finalspielen des 20. ITF-Jugendweltranglistenturnier beim TC Bruchköbel am vergangenen Samstag. Bei den Juniorinnen holte sich die Hamburgerin Noma Noha Akugue (Club an der Alster) den Titel. Sie bezwang die Siegerin von 2018, Julia Middendorf (TV Visbeck) mit 6:4, 6:3. Bei den Junioren durfte der Franzose Sean Cuenin nach dem 6:2, 6:4 –Erfolg gegen Pierre Yves Bailly aus Belgien jubeln.

„Mit Noma und Julia haben sich auch die beiden besten Spielerinnen der vergangenen Woche für das Finale qualifiziert“, zog Bundestrainerin Jasmin Wöhr ein positives Fazit der Leistungen ihrer Spielerinnen. „Sechs deutsche Spielerinnen im Viertelfinale, drei im Halbfinale, dazu noch ein rein deutsches Doppelendspiel, ich hatte in Bruchköbel Vollbeschäftigung.“ Wöhr lobt das Konzept des Verbandes im vergangenen halben Jahr. „Die Ergebnisse hier haben gezeigt, dass wir in Corona-Zeiten sehr gut gearbeitet haben, wir hatten viele Lehrgänge und auch die NextGen-Turnierserie hat den Spielerinnen einiges an Praxis vermittelt.“

Im Finale begannen beide Spielerinnen etwas nervös. „Sie kennen sich vom Porsche-Junior-Team, haben schon oft gegeneinander gespielt, dazu Finalatmosphäre“, erklärte Wöhr die Aufregung der beiden.

Die 17-jährige Middendorf führte schnell mit 2:0, die neun Monate jüngere Noha Akugue drehte die Partie und entschied Satz eins mit 6:4 für sich. Im zweiten Durchgang gab es zahlreiche Breaks, auch hier hatte Noha Akugue am Ende mit 6:3 die Nase vorne.

„Ich hatte eine gute Woche, habe sehr gut und druckvoll gespielt“, freute sich die Siegerin nach ihrem Erfolg. „Heute war sicher nicht mein bester Tag“, zog dagegen Middendorf ein Fazit. „Es ist schwer gegen Noma zu spielen. Sie sucht sofort die Entscheidung, entweder trifft sie oder sie macht einen Fehler. So kommt der Gegner nur schlecht in seinen Rhythmus, mir erging es genauso.“ Middendorf führte weiter an, dass sie am Freitag noch drei Sätze Einzel und Finale Doppel gespielt hatte während Noha Akugues Halbfinaleinzel deutlich kürzer war. „Auch das habe ich in meinem Spiel heute gemerkt.“

Im vergangenen Jahr hatte Cuenin schon Bruchköbeler Luft geschnuppert und die Konkurrenz im Doppel gewonnen, diesmal setzte er sich im Einzel durch. Mit einem Ass beendete Sean Cuenin das Finale und freute sich über seinen Erfolg. „Ich habe die ganze Woche stark gespielt und bin auch im engen Finale sehr konzentriert zu Werke gegangen.“

Happy End auch für Turnierdirektor Martin Fetzer und sein komplettes Team. „So viel Arbeit wie in diesem Jahr hatten wir selten“, erinnert er sich an die Zeit im Frühjahr, in der die ITF alle Turniere absagte und der Bruchköbeler Head Cup 2020 auf der Kippe stand, immer wieder verschoben wurde. „Die Heraufstufung in die Klasse J3, die zusätzlichen Vorgaben der ITF und der Politik in Coronazeiten, wir hatten einiges zu tun“, dankte Fetzer vor allen Dingen den vielen Helfern des TC Bruchköbel und denkt schon an das Turnier im kommenden Jahr.

Auch für ITF-Supervisor Martin Zorn war es etwas Besonderes. „Mitte März habe ich das letzte ITF-Turnier auf deutschem Boden in Hamburg noch mittendrin auf Anordnung des Weltverbands abbrechen müssen, jetzt in Bruchköbel das erste nach der Coronapause geleitet“, zog auch Zorn ein mehr als positives Fazit der Turnierwoche. Ein großer Teil des Tennisnachwuchses zog nach Hannover weiter, wo in dieser Woche gespielt wird. Im Oktober trifft man sich dann in Offenbach, dort veranstaltet der Hessische Tennis-Verband zwei weitere ITF-Turniere (7.-11.10 und 21.-25.10.).

Die Siegerehrung stand auch im Zeichen der Danksagung durch DTB Vizepräsident Dirk Hordorff im Beisein von Bürgermeisterin Sylvia Braun. Frau Braun sagte auch die Unterstützung der Stadt für den HEAD Cup 2021 zu. HEAD gab seine Zusage zur Fortsetzung der Zusammenarbeit bereits während der Turnierwoche.

Finalergebnisse:

Juniorinnen Einzel: Noma Noha Akugue (Club an der Alster) – Julia Middendorf (TV Visbek) 6:4, 6:3

Junioren Einzel: Sean Cuenin (Frankreich) – Pierre Yves Bailly (Belgien) 6:2, 6:4

Juniorinnen Doppel: Tea Lukic/Joelle Steur (TC GW Gifhorn/TP Versmold) – Julia Middendorf/Mia Mack (TV Visbek/TK Bietigheim) 6:3, 2:6, 10:8.

Junioren Doppel: Martin Katz/William Nolan (Belgien/Großbritannien) – Taym Al Azmeh/Geni Inoue (Waske-Tennis-University/Japan) 6:3, 7:6

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